Eine Website für Handwerker kostet 2026 zwischen 800 und 3.000 €, je nach Umfang. Einfache Visitenkarten-Seiten starten ab 800 €, professionelle Business-Websites liegen bei 1.500–3.000 €. Laufende Kosten: ca. 20–80 € pro Monat.

Du bist Handwerker und überlegst, eine Webseite für deinen Handwerksbetrieb erstellen zu lassen — aber die Preise, die du findest, reichen von 0 Euro bis 20.000 Euro. Wie soll man da durchblicken? In diesem Artikel bekommst du eine ehrliche Übersicht, was es kostet, eine Handwerker-Website erstellen zu lassen, welche Fehler du bei der Budgetplanung vermeiden solltest und warum die billigste Lösung langfristig die teuerste sein kann.

Warum Handwerker überhaupt eine Website brauchen

Bevor wir über Kosten sprechen, die wichtigste Frage: Lohnt sich das überhaupt? Die kurze Antwort: Ja, absolut.

Über 80 % der Kunden suchen heute online nach Handwerkern in ihrer Region. Wer bei Google „Elektriker Hamburg“ oder „Dachdecker München“ eingibt und dich nicht findet, wird dich nicht anrufen. Mund-zu-Mund-Propaganda funktioniert immer noch — aber eine eigene Homepage ist wie eine digitale Visitenkarte, die 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche arbeitet. Der Preis für eine Handwerker-Homepage ist dabei deutlich niedriger als der Umsatz, den sie einbringen kann.

Eine gute Website bringt dir:

Was kostet eine Handwerker-Website? Preise im Überblick

Typ Preis (einmalig) Für wen geeignet
Visitenkarte ab 800 € Einzelunternehmer, kleine Betriebe
Business 1.500–3.000 € Etablierte Betriebe (empfohlen)
Premium ab 3.000 € Größere Betriebe, Wachstum

1. Visitenkarten-Website: ab 800 €

Die einfachste Variante: Eine Startseite, eine Über-uns-Seite, deine Leistungen und ein Kontaktformular. Dazu responsives Design (funktioniert auf dem Handy), SEO-Grundlagen und ein SSL-Zertifikat. Für viele Einzelunternehmer und kleine Betriebe reicht das völlig aus.

Geeignet für: Ein-Mann-Betriebe, frisch gegründete Handwerksbetriebe und Kleinunternehmen, die „erstmal online sein“ wollen. Die Kosten für eine Homepage als Kleinunternehmen bleiben hier überschaubar.

2. Business-Website: ab 1.500 €

Die empfohlene Variante für die meisten Handwerksbetriebe: 5–15 Seiten mit detaillierten Leistungsbeschreibungen, Referenzprojekten mit Fotos, Kundenstimmen, einem Blog oder News-Bereich und vollständiger Suchmaschinenoptimierung. Dazu Google Business Integration, damit du in der lokalen Suche sichtbar bist.

Geeignet für: Etablierte Betriebe, Betriebe mit Mitarbeitern, Unternehmen die aktiv neue Kunden gewinnen wollen.

3. Premium-Website: ab 3.000 €

Für Betriebe mit besonderen Anforderungen: Online-Terminbuchung, Konfiguratoren (z. B. für Küchen oder Bäder), mehrsprachige Inhalte, ein Content-Management-System für selbstständige Pflege oder ein kleiner Online-Shop für Zubehör.

Geeignet für: Größere Betriebe, spezialisierte Handwerker mit erklärungsbedürftigen Leistungen, Unternehmen mit Wachstumsambitionen.

Eine ausführliche Preisübersicht mit allen Faktoren findest du auf unserer Website-Kosten-Seite.

Laufende Kosten einer Handwerker-Website

Neben den einmaligen Erstellungskosten gibt es laufende Kosten, die du einplanen solltest:

Insgesamt: Rechne mit ca. 20–80 € pro Monat für den laufenden Betrieb. Das sind Kosten, die sich mit einer einzigen Kundenanfrage pro Monat locker refinanzieren.

Häufige Fehler bei Handwerker-Websites (und wie du sie vermeidest)

Fehler 1: „Mein Neffe macht das für 200 Euro“

Eine Website für 200 Euro sieht auch nach 200 Euro aus. Kein SEO, kein responsives Design, keine Wartung. In einem Jahr ist sie veraltet, kaputt oder beides. Am Ende zahlst du doppelt, weil du sie neu machen lassen musst.

Fehler 2: Baukasten und fertig

Wix, Jimdo und Co. sind verlockend günstig. Aber: Du bist vom Anbieter abhängig, die SEO-Möglichkeiten sind begrenzt, die Ladezeiten oft schlecht und das Design ist austauschbar. Für eine digitale Visitenkarte mag es reichen — für eine Seite, die Anfragen generiert, nicht.

Fehler 3: Zu viel auf einmal wollen

Blog, Shop, Buchungssystem, Newsletter, Videos — alles gleichzeitig. Besser: Start mit einer soliden Basis und Erweiterungen Schritt für Schritt. So bleiben die Kosten kontrollierbar und du kannst testen, was funktioniert.

Fehler 4: SEO ignorieren

Die schönste Website bringt nichts, wenn sie bei Google auf Seite 10 steht. Lokale Suchmaschinenoptimierung ist kein „Nice-to-have“ — es ist der Grund, warum Kunden dich finden. Investiere lieber 200 Euro mehr in SEO als in ein aufwendigeres Design.

Fehler 5: Keine Wartung einplanen

Eine Website ist kein Flyer, den man einmal druckt und vergisst. Software-Updates, Sicherheitspatches, SSL-Erneuerungen, Backups — ohne Wartung wird deine Seite in 1–2 Jahren zum Sicherheitsrisiko. Ein kleines monatliches Budget für Wartung spart langfristig viel Geld und Ärger.

Wann lohnt sich die Investition in eine Website?

Rechnen wir mal konkret: Angenommen, du investierst 1.500 Euro in eine Business-Website. Dein durchschnittlicher Auftragswert liegt bei 800 Euro.

Das ist keine Theorie. Handwerker, die bei Google lokal sichtbar sind, berichten regelmäßig von 5–15 Anfragen pro Monat über ihre Website. Die Frage ist nicht, ob sich eine Website lohnt — sondern wie viel Umsatz du ohne eine verlierst.

Welche Website bringt wirklich Kunden?

Für die meisten Handwerksbetriebe ist die Business-Website ab 1.500 Euro der Sweet Spot: Professionell genug, um Vertrauen zu schaffen und bei Google sichtbar zu sein. Nicht überladen mit Funktionen, die man nicht braucht. Und mit einem klaren ROI, der sich in wenigen Monaten zeigt.

Wichtig ist nicht der günstigste Preis — sondern das beste Verhältnis aus Investition und Ergebnis. Eine Website, die keine Anfragen bringt, ist verschwendetes Geld, egal wie billig sie war.

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